Immodelfin im Kostenvergleich mit anderen Immobilienportalen

Während herkömmliche Immobilienplattformen von der Kostenpflichtigkeit von Inseraten leben, verfolgt das neue Berliner Mietwohnungsportal Immodelfin den umgekehrten Weg: die grundsätzliche Kostenfreiheit für das Einstellen sämtlicher Wohnungsangebote. Dabei bietet Immodelfin ausschließlich eine Plattform für provisionsfreie, unbefristete und unmöblierte Berliner Mietwohnungen.

Einige Daten im Vergleich:

Der Gegensatz zwischen diesen beiden Modellen, der kostenpflichtigen Veröffentlichung von Inseraten einerseits, der kostenfreien Veröffentlichung von Wohnungsangeboten andererseits, wird umso deutlicher, wenn man sich einige Zahlen vor Augen führt:

Bei den marktdominierenden Immobilienplattformen muss der private Wohnungsanbieter für die Aufgabe einer 14 tägigen Einzelanzeige zwischen ca. 30 Euro und 50 Euro zahlen. Will der Inserent den Zeitraum der Veröffentlichung auf einen Monat oder drei Monate strecken, dann entstehen ihm Kosten in Höhe von ca. 80 bis 160 Euro. Wünscht der Inserent darüber hinaus eine besondere Platzierung seines Angebots, dann kommen Kosten in doppelter Höhe oder mehr auf ihn zu.

Für gewerbliche Anbieter bieten die herkömmlichen Portale hingegen einen ganzen Dschungel von Inseratspaketen mit zwölfmonatiger Mindestlaufzeit an. Diese zeichnen sich durch bestimmte Zusatzleistungen, von Aufrufstatistiken, Facebookübertragung bis hin zur eigenen Homepage, aus. Solche Pakte variieren preislich stark, verlangen entweder die einmalige Einrichtungsgebühr von ca. 500 Euro zuzüglich eines monatlichen Fixbeitrages zwischen ca. ca. 30 Euro bis 500 Euro bei gleichzeitiger Deckelung der Anzahl von möglichen Inseraten; oder einen monatlichen Fixbeitrag von ca. 50 Euro aufwärts und jeweils dazukommend der Basisgebühr für jede einzelne Anzeige.

Demgegenüber stellt Immodelfin ein einheitliches Angebotsformat für den unbegrenzten Zeitraum der Aktualität eines Wohnungsangebots kostenlos zur Verfügung und das auch noch ohne Begrenzung der Anzahl der eingestellten Objekte. ¬Die Facebookübertragung von Objekten macht Immodelfin dabei von ganz alleine.

Immodelfins Antwort:

Tatsächlich ist Immodelfin entstanden aus dem Unmut seines Gründers, regelmäßig erhebliche Inseratskosten zu entrichten. Dieser Groll entzündet sich insbesondere daran, dass – zu mindestens im Falle der einfachen Einzelanzeigen – die Veröffentlichung der Anzeigen durch die herkömmlichen Immobilienportale kaum als eine wirkliche Dienstleistung anzusehen sind . Vielmehr sei diese doch nur ein einfaches Weiterleiten von Informationen, ohne dass die Portale irgendeinen nennbaren Beschaffungs- oder Mehraufwand aufweisen können, welche eine Gebührenpflicht rechtfertigen könnten. Dieser Umstand, so der Gründer, sei im Zeitalter der freien Zirkulation von Informationen und dem Prinzip der Informationsfreiheit im Internet nicht mehr haltbar.

Die Devise „Kostenfreiheit wegen Fehlens einer wirklichen Dienstleistung“ steht ebenso hinter der anderen Prämisse Immodelfins: nur provisionsfreie Mietwohnungen auf seinem Portal zu akzeptieren. Auch hier folgt Immodelfin dem inzwischen weitverbreiteten öffentlichen Diskurs, wonach es schwer verständlich ist, dass die Provision für eine Wohnungsvermittlung ohne weitergehende Dienstleistung des Maklers allein von Mieterseite zu tragen sei. So zum Beispiel im Falle des bloßen Adressennachweises oder der Durchführung einer Wohnungsbesichtigung. Es ist damit zu rechnen, dass demnächst in diesem Falle ausschließlich die Vermieter die Provision zu tragen haben. Anderes mag gelten , wenn zum Beispiel umfangreiche weitergehende Dienstleistungen, z.B. im Rahmen von Bauplanungsmaßnahmen oder rechtlicher, steuerlicher oder finanzierungstechnischer Beratungen für den potentieller Mieter erfolgten.

Vor dem Hintergrund des Kostenvergleichs ist also jegliches Zögern hinsichtlich eines Wechsels zu Immodelfin in Sachen Wohnungsanzeigen schwer nachvollziehbar. Jetzt muss Immodelfin nur noch das Vertrauen neuer Anbieter gewinnen, da es noch ein Neuling im Geschäft und noch nicht gleichermaßen bekannt wie die Großen ist. Dabei setzt Immodelfin auf zwei Strategien, Plakatwerbung, Internetpräsenz auf Facebook und Twitter einerseits, seine Spezialisierung auf den reinen Berliner Mietwohnungssektor andererseits. Gefragt nach seiner eigenen Finanzierung gibt Immodelfin an, sich mittel- und langfristig über ein spezifisches Modell von geschalteten Werbeanzeigen zu finanzieren.

Autorin: Katharina Ritter

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